Archiv der Kategorie 'Veranstaltungen'

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 09.09.: Die Moral zum Recht – Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist der zentrale Maßstab zeitgenössischer Kritik. Jeder will sie. Kaum einer sieht sie verwirklicht. Warum das so ist und, vor allem, was Gerechtigkeit überhaupt für eine Forderung ist, wollen wir gemeinsam erörtern.

Los geht’s wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

Zum Ein- oder Nachhören empfehlen wir die Audioaufzeichnung des Vortrages: „Jeder will sie, kaum einer kriegt sie: Gerechtigkeit – was ist das?“.

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 29.07.: Korruption in der Politik – normal, verboten, notwendig

Als polititische Erklärungen für Rückschläge im Arbeits- und Privatleben rangieren ganz weit oben Vorstellungen wie: die Herrschenden sind doch eh alle gekauft, kümmern sich nur um sich selbst und wirtschaften sich einzig in die eigenen Taschen.
Bestätigung finden solche Vorstellungen in den Medien, die Korruptionsskandale aufdecken und Politikern Charakterschwäche attestieren.

Wir wollen klären:

Woran scheidet sich Amtsge- und -missbrach?
Was ist Lobbyismus?
Was ist der Unterschied zwischen Parteispenden und Bestechung?
Wie erklären sich Privilegien wie Diäten, Pensionen und Immunität hochrrangiger Beamter?

Los geht’s am Dienstag wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

In Vorbereitung auf die Veranstaltung empfehlen wir die Texte „Korruption in der Politik“ und „Leserbrief zur ‚Un-Demokratie‘ westlicher Staaten“.

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 15.07.: Wahnsinn Wachstum …

Endlich, heißt es, wird es 2014 nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa wieder Wachstum geben. Ohne Wachstum ist Krise, ohne Wachstum wächst die Arbeitslosigkeit, sind Renten und Sozialkosten nicht zu finanzieren und die Normalbürger werden ärmer. Nur wenn die Wirtschaft wächst, gibt es Arbeit und Lohn, bleiben Renten und Gesundheit bezahlbar. So schreiben es nicht nur wirtschaftsfreundliche Ideologen, so ist es auch.
Es lohnt sich, sich die Absurdität dieser Wahrheit vor Augen zu stellen: Das Leben der ganzen Gesellschaft hängt davon ab, dass die Wirtschaft immerzu wächst. Alles, was übers Jahr gearbeitet, produziert und verkauft wird, ist witzlos, verfehlt sein eigentliches Ziel, wenn es nicht mehr ist, als im Jahr vorher. Die Gesellschaft ist darauf angewiesen, immer mehr zu produzieren und immer mehr zu arbeiten. Nur wenn immer mehr Menschen immer mehr arbeiten, herrschen die sogenannten goldenen Jahre des Kapitalismus.
Dabei kann niemand so recht sagen, was eigentlich fehlte, wenn nur genau so viel wie letztes Jahr produziert und konsumiert werden würde. Ob Bedarf nach einem Mehr an Autos, Handys, Waschmaschinen usw. besteht, ist sehr zweifelhaft. Aber auch diese Branchen müssen immer weiter wachsen! Es geht eben nicht um einen bestimmten Mangel und seine gezielte Überwindung, wenn es um Wachstum geht.
Umgekehrt kann in der Gesellschaft, die Wachstum zum oberstes Ziel der Wirtschaft erklärt, niemand mit Bedürfnissen und Nöten ankommen, die nicht befriedigt werden: Mehr Kindergartenplätze, mehr Lehrer, mehr Altenpfleger braucht es sehr wohl. Diese Sektoren sollten vielleicht schon wachsen. Aber sie dürfen nicht: Denn das, was in ihnen an Leistung erbracht und an Bedarf gestillt wird, zählt nicht zu dem Wachstum, auf das es ankommt, sondern geht auf seine Kosten.
So einfach ist es also nicht mit dem absurden Imperativ: Nicht alles darf wachsen, wenn die Wirtschaft wachsen soll. Es ist also erst noch zu klären, was die Sache ist, von deren Wachstum unser aller Leben abhängt.

Los geht’s wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

In Vorbereitung auf die Veranstaltung kann diesesmal der Vortrag „Der Wahnsinn des kapitalistischen Wachstums – und der Unsinn bürgerlicher Wachstumskritik“ gehört werden.

Online: Vortrag und Diskussion in Jena am 12.6.: Lehren aus der Ukraine-Krise über den Imperialismus der „Friedensmacht“ EU

Die Audioaufzeichnung des von Werner Schweikert am 12.06.2014 in Jena gehaltenen Vortrages “Lehren aus der Ukraine-Krise über den Imperialismus der „Friedensmacht“ EU” ist jetzt bei archive.org hochgeladen und steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 17.06.2014: Der Kampf in und um die Ukraine – Ein Fall von internationaler Kriminalität?

In den Medien der westlichen Welt genauso wie in Russland werden die blutigen Auseinandersetzungen in der Ukraine intensiv thematisiert. Staatenlenker und „Experten“ der verschienden Lager kommen zu Wort, begründen ausführlich ihre Interventionen und verurteilen die jeweils andere Seite am Maßstab von Völker- und Menschenrecht. Der ganz normale Bürger nimmt via Leserbrief und Internetkommentar teil an dem Streit um die Legalität einer Kiewer Übergangsregierung, der NATO-Osterweiterung, dem Anschluss der Krim an die Russische Föderation usw.. Wechselseitig reklamieren die streitenden Parteien für ihre Positionen internationale Rechtmäßigkeit und bestreiten die Rechtmäßigkeit der jeweils anderen.

In unserer nächsten Diskussionsveranstaltung gehen wir daher der Frage nach, was internationales Recht überhaupt ist, was es in der aktuellen Auseinandersetzung zwischen dem Westen und Russland für eine Rolle spielt und ob sich Bürger welcher Nation auch immer theoretisch und praktisch dafür stark machen sollten.

Herzliche Einladung für morgen Dienstag, den 17.06., 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).

Vortrag- und Diskussion in Jena am 12.06.: Lehren aus der Ukraine-Krise über den Imperialismus der „Friedensmacht“ EU

Donnerstag, 12.06.2014, 18:30 Uhr
Universität Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 8

Referent: Werner Schweikert (Redaktion Gegenstandpunkt)

zum Ankündigungstext

Aufzeichung und Nachbesprechung des Vortrages „Der freie Wille unter dem Regime von Recht, Psychologie und Hirnforschung“

Am kommenden Dienstag geben wir Gelegenheit, die Ausführungen von Albert Krölls zum freien Willen in Psychologie, kognitiver Neurobilologie und Recht nachzubesprechen sowie Fragen und Kritik mit uns zu diskutieren. Auf Wunsch werden wir auch den Teil des Vortrag, der nicht mehr zur Sprache kam, nachliefern.

Als Diskussionsgrundlage stellen wir hier das Manuskript zur Verfügung.
Die Aufzeichnung der Veranstaltung in Jena ist im Audioarchiv hochgeladen.

Denjenigen, die die im Vortrag vorgestellte Kritik noch einmal ganz ausführlich nachlesen möchten, sind folgende Publikationen empfohlen:

- Kritik der Psychologie. Das moderne Opium des Volkes. Albert Krölls, 2006
- Kognitive Hirnforschung. Mythos einer naturwissenschaftlichen Theorie menschlichen Verhaltens. Suitbert Cechura, 2008
- »Der Mensch ist der Sklave seines Gehirns!«, behaupten Hirnforscher. Schon wieder eine Aufforderung an seinem Verstand zu zweifeln, statt ihn zu benutzen. Freerk Huisken, 2012
- Zur Kritik der Bremer „Hirnforschung“: Hirn determiniert Geist – Fehler, Funktion und Folgen. Freerk Huisken, 2000
(sofern nicht anders zu beziehen, sind die Bücher auch bei uns ausleihbar)

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 20.05.2014, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 06.05.2014: Die Gesellschaft des Grundgesetzes, ihre Bürger und ihr Staat

Kommenden Dienstag untersuchen wir Artikel 2 des deutschen Grundgesetzes (Freiheit) daraufhin, welche gesellschaftlichen Verhältnisse der Menschen mit ihm rechtlich kodifiziert sind. Wir nehmen uns vor, die ökonomische Konkurrenz von Privateigentümern als materiellen Gehalt der grundgesetzlichen Prinizipien herauszustellen. Auf dieser Basis soll das Verhältnis der Bürger zueinander und zwischen ihnen und ihrem Staat als eines von notwendigen gewaltträchtigen Gegensätzen erläutert und diskutiert werden.

Zur Einstimmung empfehlen wir das Hören eines kurzen Vortrages zum Thema.

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 22.04.2014: Das Asylrecht – schlecht verwirklicht oder falsch verstanden? Teil II – Die Kritiker.

Nachdem wir in der letzten Woche den staatlichen Grund und Zweck des Aslyrechts bestimmt haben, soll es am kommenden Dienstag um die Argumente von Gruppen und Organisationen gehen, die die real existierenden Asylgesetzgebung und Asylpraxis angreifen wollen. Anhand von Stellungnahmen, Aufrufen und Flugblättern regionaler Aktivisten sowie Publikationen prominenter bundesweiter Bündnissen (z.B. pro asyl), die auf Änderungen des staatlichen Umgangs mit Geflüchteten zielen, wollen wir die ihnen zugrunde liegenden Vorstellungen vom Verhältnis staatlicher Herrschaft zur Bevölkerung herausarbeiten und kritisieren.

Für einen Vorgeschmack ist noch einmal das Hören der Radiosendung zum Thema oder die Lektüre ihrer Verschriftlichung (dieses mal besonderst der Teil 1) empfohlen: „Das Asylrecht und seine Kritiker I“ und „Das Asylrecht und seine Kritiker II

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 08.04.2014: Das Asylrecht – schlecht verwirklicht oder falsch verstanden?

Bei wohl kaum einem Grundrecht fallen Ideal und Wirklichkeit so sehr auseinander wie bei dem auf Asyl: Angeblich ist ja „kein Mensch illegal“ und doch erhalten nur ca. 0,8 Prozent der in Deutschland Asylsuchenden eine Anerkennung als Flüchtlinge, „genießen“ ein mit starken Auflagen verbundenes, zeitlich begrenztes Aufenthaltsrecht und fristen auf dieser Basis eine wahrlich unangenehme Existenz. Was ist da los?

Wir machen an unserem nächsten Diskussionsabend die amtierende Asylgesetzgebung und -praxis zum Thema und nehmen uns vor, aus ihr ihren staatlichen Zweck zu ergründen. Für einen Vorgeschmack ist das Hören einer Radiosendung zum Thema oder die Lektüre ihrer Verschriftlichung empfohlen: „Das Asylrecht und seine Kritiker I“ und „Das Asylrecht und seine Kritiker II

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).