Archiv der Kategorie 'Thüringen'

Diskussionsveranstaltung in Erfurt am 08.03.2016: Kita- und Sozialpädagogen-Streik 2015 – ein Lehrstück zu den Ansprüchen des modernen Sozialstaates

Im Jahr 2015 sind Deutschlands Erzieherinnen und Sozialarbeiter mitsamt ihrer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verdi nach mehrwöchigem Kita-Streik plus Schlichtungsverfahren hinsichtlich ihrer Gehaltsziele grandios gescheitert. Im Selbstbewusstsein mit ihren gemeinnützlichen Diensten der Gesellschaft bzw. ihrem staatlichen Sachwalter „Mehr Wert“ zu sein, forderten sie eine deutliche Steigerung ihrer Gehälter und bekamen – gemessen an ihren Forderungen – sehr wenig. Warum genau das dem Nutzen, den sie der Gesellschaft stiften, angemessen ist, wollen wir am kommenden Dienstag mit euch erörtern. Dazu befassen wir uns mit dem politökonomischen Grund dieser besonderen sozialstaatlichen Abteilung, den neuen Aufgaben der in ihr erzieherisch Tätigen und den staatlichen Kalkulationen mit den Gehaltsforderungen seines Dienstpersonals. Zur Vorbereitung empfehlen wir die Lektüre des Artikels „Kita- und Sozialpädagogen-Streik: „Wir sind mehr wert!“ Die modernen Sozial- und Erziehungsdienste – dem Staat zwar lieb, aber zu teuer“ aus dem GegenStandpunkt 3-15.

Los geht’s wie immer um 18:30 Uhr im offenen Bereich der Lassallestraße 50, Erfurt.

Diskussionsveranstaltung in Erfurt am Montag, den 01.06.2015: Der erste LINKE-Ministerpräsident Deutschland – Drei Lehren über Wählen und Regieren im Demokratischen Rechtsstaat

Mit Bodo Rammelow ist in der Bundesrepublik Deutschland erstmalig ein Politiker der Partei DIE LINKE ins Amt eines Ministerpräsidenten befördert worden. Vor der Wahl wurde dieses Szenario von Vertretern der konkurrierenden Parteien, der demokratischen Öffentlichkeit und der Person des Bundespräsidenten sorgenvoll problematisiert. Nach der Wahl gaben die Beobachter mehrheitlich Entwarnung: Die Verfassung des demokratischen Rechtsstaates sorge schon dafür, dass keine entscheidende Gefährdung des Gemeinwesens zu befürchtet sei.

Wie das funktioniert und warum es gerade kein Anlass zur Beruhigung oder gar zur Freude ist, wollen wir am kommenden Montag diskutieren. Anhand eines kurzen Artikels aus der Zeitschrift GegenStandpunkt 1-15 ziehen wir folgende Lehren aus der Auseinandersetzung um die Wahl von Rammelow:

1. Wählen heißt sich unterwerfen.
2. Regieren heißt Sachzwänge durchsetzten.
3. „Die Linke“ hat verstanden: Linke Systemkritik gehört in den Bereich der politischer Folklore und hat beim Regieren nichts verloren.

Los geht’s am Montag, den 01.06. um 18:30 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50, Erfurt (nähere Infos unter: [L50]).

27.01.’15 [L50] Nachbesprechung der Diskussionsveranstaltung: Argumente gegen PEGIDA

Am kommenden Dienstag geben wir Gelegenheit, die Debatte um PEGIDA und Co., sowie die Einlassungen der amtierenden Parlamentarier und der kritsichen Öffentlichkeit auf Führung und Anhängerschaft der PEGIDA weiter zu besprechen.

Dabei wollen wir in unseren beiden Diskussionsveranstaltungen von Mo. und Di. offen gebliebene Fragen beantworten aber auch mit Interessierten, die Anfang der Woche nicht da waren, erörtern, was es mit den Protesten auf sich hat, worin sie ihren Grund haben und wohlbegründet zu einem Urteil und Argumenten kommen.

Wer sich etwas in die Debatte einhören möchte, kann der Mitschnitt unser Jenaer Veranstaltung dazu nachhören.

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 27.01.2015, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).

Vortrag- und Diskussion in Erfurt am 19.01. und in Jena am 20.01.: Argumente gegen Pegida

>> Ankündigungstext <<

Diskussionsveranstaltung in Erfurt am 02.12.: das Grundeigentum und der Wohnungsmarkt (Fortsetzung #2)

Am 2. Dezember setzten wir wieder um 19:00 Uhr unsere Debatte zum Thema Grundeigentum und Wohungsmarkt fort.

Da unser üblicher Ort ausnahmsweise belegt ist, treffen wir uns diesmal woanders. Den genauen Ort gibt’s auf Anfrage (politische.gruppe@gmx.de).

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 29.07.: Korruption in der Politik – normal, verboten, notwendig

Als polititische Erklärungen für Rückschläge im Arbeits- und Privatleben rangieren ganz weit oben Vorstellungen wie: die Herrschenden sind doch eh alle gekauft, kümmern sich nur um sich selbst und wirtschaften sich einzig in die eigenen Taschen.
Bestätigung finden solche Vorstellungen in den Medien, die Korruptionsskandale aufdecken und Politikern Charakterschwäche attestieren.

Wir wollen klären:

Woran scheidet sich Amtsge- und -missbrach?
Was ist Lobbyismus?
Was ist der Unterschied zwischen Parteispenden und Bestechung?
Wie erklären sich Privilegien wie Diäten, Pensionen und Immunität hochrrangiger Beamter?

Los geht’s am Dienstag wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

In Vorbereitung auf die Veranstaltung empfehlen wir die Texte „Korruption in der Politik“ und „Leserbrief zur ‚Un-Demokratie‘ westlicher Staaten“.

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 15.07.: Wahnsinn Wachstum …

Endlich, heißt es, wird es 2014 nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa wieder Wachstum geben. Ohne Wachstum ist Krise, ohne Wachstum wächst die Arbeitslosigkeit, sind Renten und Sozialkosten nicht zu finanzieren und die Normalbürger werden ärmer. Nur wenn die Wirtschaft wächst, gibt es Arbeit und Lohn, bleiben Renten und Gesundheit bezahlbar. So schreiben es nicht nur wirtschaftsfreundliche Ideologen, so ist es auch.
Es lohnt sich, sich die Absurdität dieser Wahrheit vor Augen zu stellen: Das Leben der ganzen Gesellschaft hängt davon ab, dass die Wirtschaft immerzu wächst. Alles, was übers Jahr gearbeitet, produziert und verkauft wird, ist witzlos, verfehlt sein eigentliches Ziel, wenn es nicht mehr ist, als im Jahr vorher. Die Gesellschaft ist darauf angewiesen, immer mehr zu produzieren und immer mehr zu arbeiten. Nur wenn immer mehr Menschen immer mehr arbeiten, herrschen die sogenannten goldenen Jahre des Kapitalismus.
Dabei kann niemand so recht sagen, was eigentlich fehlte, wenn nur genau so viel wie letztes Jahr produziert und konsumiert werden würde. Ob Bedarf nach einem Mehr an Autos, Handys, Waschmaschinen usw. besteht, ist sehr zweifelhaft. Aber auch diese Branchen müssen immer weiter wachsen! Es geht eben nicht um einen bestimmten Mangel und seine gezielte Überwindung, wenn es um Wachstum geht.
Umgekehrt kann in der Gesellschaft, die Wachstum zum oberstes Ziel der Wirtschaft erklärt, niemand mit Bedürfnissen und Nöten ankommen, die nicht befriedigt werden: Mehr Kindergartenplätze, mehr Lehrer, mehr Altenpfleger braucht es sehr wohl. Diese Sektoren sollten vielleicht schon wachsen. Aber sie dürfen nicht: Denn das, was in ihnen an Leistung erbracht und an Bedarf gestillt wird, zählt nicht zu dem Wachstum, auf das es ankommt, sondern geht auf seine Kosten.
So einfach ist es also nicht mit dem absurden Imperativ: Nicht alles darf wachsen, wenn die Wirtschaft wachsen soll. Es ist also erst noch zu klären, was die Sache ist, von deren Wachstum unser aller Leben abhängt.

Los geht’s wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

In Vorbereitung auf die Veranstaltung kann diesesmal der Vortrag „Der Wahnsinn des kapitalistischen Wachstums – und der Unsinn bürgerlicher Wachstumskritik“ gehört werden.

Online: Vortrag und Diskussion in Jena am 12.6.: Lehren aus der Ukraine-Krise über den Imperialismus der „Friedensmacht“ EU

Die Audioaufzeichnung des von Werner Schweikert am 12.06.2014 in Jena gehaltenen Vortrages “Lehren aus der Ukraine-Krise über den Imperialismus der „Friedensmacht“ EU” ist jetzt bei archive.org hochgeladen und steht im Downloadbereich zur Verfügung.

Vortrag- und Diskussion in Jena am 12.06.: Lehren aus der Ukraine-Krise über den Imperialismus der „Friedensmacht“ EU

Donnerstag, 12.06.2014, 18:30 Uhr
Universität Jena, Carl-Zeiß-Str. 3, Hörsaal 8

Referent: Werner Schweikert (Redaktion Gegenstandpunkt)

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Diskussionveranstaltung in Erfurt am 06.05.2014: Die Gesellschaft des Grundgesetzes, ihre Bürger und ihr Staat

Kommenden Dienstag untersuchen wir Artikel 2 des deutschen Grundgesetzes (Freiheit) daraufhin, welche gesellschaftlichen Verhältnisse der Menschen mit ihm rechtlich kodifiziert sind. Wir nehmen uns vor, die ökonomische Konkurrenz von Privateigentümern als materiellen Gehalt der grundgesetzlichen Prinizipien herauszustellen. Auf dieser Basis soll das Verhältnis der Bürger zueinander und zwischen ihnen und ihrem Staat als eines von notwendigen gewaltträchtigen Gegensätzen erläutert und diskutiert werden.

Zur Einstimmung empfehlen wir das Hören eines kurzen Vortrages zum Thema.

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).