Archiv der Kategorie 'Erfurt'

Diskussionsveranstaltung in Erfurt am 08.03.2016: Kita- und Sozialpädagogen-Streik 2015 – ein Lehrstück zu den Ansprüchen des modernen Sozialstaates

Im Jahr 2015 sind Deutschlands Erzieherinnen und Sozialarbeiter mitsamt ihrer Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Verdi nach mehrwöchigem Kita-Streik plus Schlichtungsverfahren hinsichtlich ihrer Gehaltsziele grandios gescheitert. Im Selbstbewusstsein mit ihren gemeinnützlichen Diensten der Gesellschaft bzw. ihrem staatlichen Sachwalter „Mehr Wert“ zu sein, forderten sie eine deutliche Steigerung ihrer Gehälter und bekamen – gemessen an ihren Forderungen – sehr wenig. Warum genau das dem Nutzen, den sie der Gesellschaft stiften, angemessen ist, wollen wir am kommenden Dienstag mit euch erörtern. Dazu befassen wir uns mit dem politökonomischen Grund dieser besonderen sozialstaatlichen Abteilung, den neuen Aufgaben der in ihr erzieherisch Tätigen und den staatlichen Kalkulationen mit den Gehaltsforderungen seines Dienstpersonals. Zur Vorbereitung empfehlen wir die Lektüre des Artikels „Kita- und Sozialpädagogen-Streik: „Wir sind mehr wert!“ Die modernen Sozial- und Erziehungsdienste – dem Staat zwar lieb, aber zu teuer“ aus dem GegenStandpunkt 3-15.

Los geht’s wie immer um 18:30 Uhr im offenen Bereich der Lassallestraße 50, Erfurt.

Diskussionsveranstaltung in Erfurt am 09.02.2016: „Dieselgate“ – VW betrügt die Abgasprüfung

Anhand des Artikels zum Thema in GegenStandpunkt 4-15 wollen wir in unserer kommenden Diskussionsveranstaltung klären was VW zum Schummeln bewegt und was daran für skandalös befunden wird.
Grob gegliedert in folgende Punkte:

Das Auto, keine Ware wie jede andere – für das Kapital, die Kundschaft, den Staat

Der Staat – seine Wirtschaft, seine Umwelt

Die Konkurrenz und ihre ungewollten Früchtchen: Konkurrenzpraktiken die keinen wundern und doch einen Skandal begründen

Los geht’s wie immer um 18:30 Uhr im offenen Bereich der Lassallestraße 50, Erfurt.

Nachtrag: Audioaufzeichungungen zweier Vorträge zum Thema ‚Frau im Kapitalismus‘

Als Ergänzung zu unserer Veranstaltung vom vergangenen Dienstag empfehlen wir die Audioaufzeichnungen zweier Vorträge von Dr. Margaret Wirth zum Thema Frau im Kapitalismus: 1 + 2.

27.01.’15 [L50] Nachbesprechung der Diskussionsveranstaltung: Argumente gegen PEGIDA

Am kommenden Dienstag geben wir Gelegenheit, die Debatte um PEGIDA und Co., sowie die Einlassungen der amtierenden Parlamentarier und der kritsichen Öffentlichkeit auf Führung und Anhängerschaft der PEGIDA weiter zu besprechen.

Dabei wollen wir in unseren beiden Diskussionsveranstaltungen von Mo. und Di. offen gebliebene Fragen beantworten aber auch mit Interessierten, die Anfang der Woche nicht da waren, erörtern, was es mit den Protesten auf sich hat, worin sie ihren Grund haben und wohlbegründet zu einem Urteil und Argumenten kommen.

Wer sich etwas in die Debatte einhören möchte, kann der Mitschnitt unser Jenaer Veranstaltung dazu nachhören.

Herzliche Einladung für kommenden Dienstag, 27.01.2015, 19:00 Uhr in den offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50]).

Online: Vortrag und Diskussion in EF, 19.01. und J, 20.01.: Argumente gegen Pegida

Die Audioaufzeichnungen unserer Diskussionsveranstaltungen mit Theo Wentzke “Argumente gegen PEGIDA” stehen jetzt in unserem Downloadbereich zur Verfügung.

Denjenigen, die nicht beide Aufzeichungen hören möchten, ist (wegen besserer Qualität) die Aufzeichnung aus Jena empfohlen.

Vortrag- und Diskussion in Erfurt am 19.01. und in Jena am 20.01.: Argumente gegen Pegida

>> Ankündigungstext <<

Diskussionsveranstaltung in Erfurt am 02.12.: das Grundeigentum und der Wohnungsmarkt (Fortsetzung #2)

Am 2. Dezember setzten wir wieder um 19:00 Uhr unsere Debatte zum Thema Grundeigentum und Wohungsmarkt fort.

Da unser üblicher Ort ausnahmsweise belegt ist, treffen wir uns diesmal woanders. Den genauen Ort gibt’s auf Anfrage (politische.gruppe@gmx.de).

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 09.09.: Die Moral zum Recht – Gerechtigkeit

Gerechtigkeit ist der zentrale Maßstab zeitgenössischer Kritik. Jeder will sie. Kaum einer sieht sie verwirklicht. Warum das so ist und, vor allem, was Gerechtigkeit überhaupt für eine Forderung ist, wollen wir gemeinsam erörtern.

Los geht’s wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

Zum Ein- oder Nachhören empfehlen wir die Audioaufzeichnung des Vortrages: „Jeder will sie, kaum einer kriegt sie: Gerechtigkeit – was ist das?“.

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 29.07.: Korruption in der Politik – normal, verboten, notwendig

Als polititische Erklärungen für Rückschläge im Arbeits- und Privatleben rangieren ganz weit oben Vorstellungen wie: die Herrschenden sind doch eh alle gekauft, kümmern sich nur um sich selbst und wirtschaften sich einzig in die eigenen Taschen.
Bestätigung finden solche Vorstellungen in den Medien, die Korruptionsskandale aufdecken und Politikern Charakterschwäche attestieren.

Wir wollen klären:

Woran scheidet sich Amtsge- und -missbrach?
Was ist Lobbyismus?
Was ist der Unterschied zwischen Parteispenden und Bestechung?
Wie erklären sich Privilegien wie Diäten, Pensionen und Immunität hochrrangiger Beamter?

Los geht’s am Dienstag wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

In Vorbereitung auf die Veranstaltung empfehlen wir die Texte „Korruption in der Politik“ und „Leserbrief zur ‚Un-Demokratie‘ westlicher Staaten“.

Diskussionveranstaltung in Erfurt am 15.07.: Wahnsinn Wachstum …

Endlich, heißt es, wird es 2014 nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa wieder Wachstum geben. Ohne Wachstum ist Krise, ohne Wachstum wächst die Arbeitslosigkeit, sind Renten und Sozialkosten nicht zu finanzieren und die Normalbürger werden ärmer. Nur wenn die Wirtschaft wächst, gibt es Arbeit und Lohn, bleiben Renten und Gesundheit bezahlbar. So schreiben es nicht nur wirtschaftsfreundliche Ideologen, so ist es auch.
Es lohnt sich, sich die Absurdität dieser Wahrheit vor Augen zu stellen: Das Leben der ganzen Gesellschaft hängt davon ab, dass die Wirtschaft immerzu wächst. Alles, was übers Jahr gearbeitet, produziert und verkauft wird, ist witzlos, verfehlt sein eigentliches Ziel, wenn es nicht mehr ist, als im Jahr vorher. Die Gesellschaft ist darauf angewiesen, immer mehr zu produzieren und immer mehr zu arbeiten. Nur wenn immer mehr Menschen immer mehr arbeiten, herrschen die sogenannten goldenen Jahre des Kapitalismus.
Dabei kann niemand so recht sagen, was eigentlich fehlte, wenn nur genau so viel wie letztes Jahr produziert und konsumiert werden würde. Ob Bedarf nach einem Mehr an Autos, Handys, Waschmaschinen usw. besteht, ist sehr zweifelhaft. Aber auch diese Branchen müssen immer weiter wachsen! Es geht eben nicht um einen bestimmten Mangel und seine gezielte Überwindung, wenn es um Wachstum geht.
Umgekehrt kann in der Gesellschaft, die Wachstum zum oberstes Ziel der Wirtschaft erklärt, niemand mit Bedürfnissen und Nöten ankommen, die nicht befriedigt werden: Mehr Kindergartenplätze, mehr Lehrer, mehr Altenpfleger braucht es sehr wohl. Diese Sektoren sollten vielleicht schon wachsen. Aber sie dürfen nicht: Denn das, was in ihnen an Leistung erbracht und an Bedarf gestillt wird, zählt nicht zu dem Wachstum, auf das es ankommt, sondern geht auf seine Kosten.
So einfach ist es also nicht mit dem absurden Imperativ: Nicht alles darf wachsen, wenn die Wirtschaft wachsen soll. Es ist also erst noch zu klären, was die Sache ist, von deren Wachstum unser aller Leben abhängt.

Los geht’s wieder um 19:00 Uhr im offenen Bereich des Hausprojektes der Lassallestr. 50 (nähere Infos unter: [L50].

In Vorbereitung auf die Veranstaltung kann diesesmal der Vortrag „Der Wahnsinn des kapitalistischen Wachstums – und der Unsinn bürgerlicher Wachstumskritik“ gehört werden.