Archiv für Juni 2012

Vortrag- & Diskussion in Jena am 03.07.12: Neofaschismus

Der demokratische Schoß ist fruchtbar:

Neofaschismus

Wie man ihn kritisiert und wie besser nicht!

Verfassungsschutz, Bundeszentrale für politische Bildung, viele der Volksparteien, aber auch Gewerkschaften und einige Antifa-Bündnisse stellen bei ihrem Kampf gegen Neonazis deren Kleidung vor, decodieren Zahlencodes und benennen rechtsextreme Musiklabels. Diese Art der »Auseinandersetzung« lebt von der Vorstellung, Jugendliche würden sich abwenden, wenn sie nur erkennen könnten, wie Neonazis sich kleiden und welche Mucke sie hören. Weit gefehlt, denn diese sind vor allem enttäuschte Nationalisten, die die Verschwendung nationaler Ressourcen durch undeutsche Unternehmenspolitik anprangern, am globalen Kapitalismus gerade nicht den weltweiten Siegeszug eines Ausbeutungssystems kritisieren, sondern beklagen, dass sich gute deutsche Unternehmen in internationale Konzerne verwandeln. Damit kommen gute Demokraten in Schwierigkeiten, entdecken sie doch bei der unerwünschten Konkurrenz Einvernehmen mit dem eigenen höchsten politischen Ziel: Dem Erfolg der Nation, um Deutschland ökonomisch und politisch voran zu bringen. Und so verkommen Verbotsdebatten, Enttarnungen und Steckbriefe sowie die Warnung, dass der Schoss noch fruchtbar sei, zu einer Ehrenrettung von Nationalbewusstsein – zum Segen des demokratisch regierten Kapitalismus. Daran sollte man sich wirklich nicht beteiligen.

Referent: Prof. Dr. Freerk Huisken

Ort: Universität Jena, Carl-Zeiss-Str. 3, Hörsaal 7
Zeit: 03.07.2012, (Dienstag), 19:00 Uhr

Diskussionsveranstaltung der Hochschulgruppe Politische Bildung Erfurt am 12.06. & Jena am 13.06.: Hungertod & Hungerlohn

Hungertod & Hungerlohn

Die hässlichen Gesichter der
vielgepriesenen Marktwirtschaft

Jeder weiß: Ein Teil der Weltbevölkerung hat das Pech, nicht als Arbeitskraft gebraucht zu werden. In Europa gehört man dann zu einem Millionenheer von Almosenempfängern und in Afrika ist man höchstwahrscheinlich einer von zigtausenden Hungertoten täglich.
Ein anderer Teil hat das zweifelhafte Glück eines mühsamen und wenig ertragreichen Arbeitslebens.
Wir wollen in der Veranstaltung zur Diskussion stellen, was nicht jeder weiß: Hungertod und Hungerlohn sind weder Zufall noch Folgen politischer Fehlentscheidungen, sondern marktwirtschaftliche Notwendigkeiten.

Ort: Universität Erfurt, Lehrgebäude 4, Raum D08
Zeit: 12.06.2012, (Dienstag), 18.00 Uhr

Ort: Umweltbibliothek Jena, Schillergäßchen 5
Zeit: 13.06.2012, (Mittwoch), 18.30 Uhr

Die Hochschulgruppe „Politische Bildung“ gibt es auch auf facebook.